Manchmal lässt sich der Wert eines Erbes nicht in Worten messen – das kann die Familie von Clarence Walton Musser nach ihrem Besuch bei der Harmonic Drive AG bestätigen. 250 Patente großer Erfindungen und Entdeckungen in mindestens 28 Ländern wurden an ihn erteilt. Aufbauend auf seiner Erfindung des Wellgetriebes, welches 1955 ursprünglich für die Raumfahrt konzipiert wurde und sich grundlegend von konventionellen Getrieben unterscheidet, wurde die Harmonic Drive AG 1970 in Deutschland gegründet. Heute hat das Unternehmen am Standort Limburg an der Lahn über 400 Mitarbeiter und rund 20.400 m² Produktions- und Bürofläche. Grund genug, die Familie knapp 70 Jahre nach der Erfindung zur Harmonic Drive AG nach Limburg an der Lahn einzuladen.

Gemeinsam mit unserer amerikanischen Kollegin Colleen Anderson von Harmonic Drive LLC reiste Waltons Tochter Yvonne mit ihren Kindern und Enkelkindern von Boston nach Limburg. Zur Begrüßung lud der Harmonic Drive® Vorstand zum gemeinsamen Abendessen ein, historische Zeichnungen und Produkte wurden gezeigt und besprochen, Erinnerungen an die frühen Jahre der Harmonic Drive AG wurden geteilt. Die folgenden Tage verbrachte die Familie in Mannheim, Heidelberg, Düsseldorf und Berlin mit Sightseeing, Schiffstouren und traditioneller deutscher Küche. Im Anschluss wurden sie zu einer Werksbesichtigung nach Limburg eingeladen. Der Vorstand führte die Familie durch die Produktions- und Bürogebäude, spannende Gespräche und tiefe Einblicke in den Arbeitsablauf folgten.

Der Respekt und die Anerkennung an Walton Musser berührten die Familie sichtlich und natürlich prägt das Erbe des 1998 verstorbenen Erfinders bis heute das Leben der gesamten Familie. „Es ist wirklich toll zu sehen, was aus der ursprünglichen Erfindung meines Vaters entstanden ist. Die vielen Menschen, die hier arbeiten, die Größe des Unternehmens. Ich bin mir sicher, dass mein Vater sehr stolz darauf wäre zu sehen, welche Produkte und Anwendungen aus seiner ursprünglichen Erfindung bis heute entstanden sind. Für uns war er ein ganz normaler Vater und Großvater. Ein Tag mit ihm war immer ein Abenteuer. Alles, was man tun musste, war ihm zuzuhören, um sein Genie zu erkennen. Ebenso charakterstark war die Wahl seiner Freunde. Er mied abgehobene Menschen und hatte eher einen engen Kontakt mit denen, die er tatsächlich mochte, unabhängig von ihrer Position in der Gesellschaft“, so Tochter Yvonne.

Beim Abschiedsessen mit dem Vorstand stand fest, dass das nicht ihr letzter Besuch bei der Harmonic Drive AG war.

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