Unsere hochentwickelten Antriebslösungen findet man heute in aller Welt. Eine Tatsache, die ohne die EU so nicht möglich gewesen wäre. Neben dem Schengen-Abkommen sind es vor allem die Zoll- und Währungsunion, die dafür sorgen, dass fast zwei Drittel der deutschen Exporte in europäische Länder gehen. Ohne die EU wären einige ihrer Mitgliedsstaaten im globalen Wettbewerb chancenlos.

Vom 23. bis zum 26. Mai dürfen die Menschen in der Europäischen Union zum neunten Mal das Europäische Parlament wählen. In Deutschland sind die Wahllokale am 26. Mai geöffnet – eine Wahl, die uns alle etwas angeht, und eine Chance, die Weichen für die Zukunft der EU zu stellen. Im Zuge der Globalisierung und des zunehmenden Drucks im globalen Wettbewerb ist ein vereintes Europa unentbehrlich. Europa muss sich im Inneren stärken, um nach außen handlungsfähiger zu werden.

Ohne das gemeinsame Europa wären viele Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft deutlich schlechter.

1. Der Binnenmarkt mit Zollunion senkt Kosten und Barrieren

Durch den gemeinsamen europäischen Markt gibt es keine Zölle und weniger Hürden beim grenzüberschreitenden Handel mit Waren und Dienstleistungen.

2. Keine Schlangen an der Grenze

Die meisten EU-Staaten verzichten auf Basis des Schengener Abkommens auf Grenz- oder Passkontrollen. Auch Güter überqueren die Grenzen ohne Wartezeiten.

3. Niederlassungsfreiheit für Unternehmen und Arbeitnehmer

Die EU macht grenzüberschreitende Investitionen und Verträge einfacher: Betriebe und Bürger haben das Recht, sich EU-weit niederzulassen und wirtschaftlich tätig zu werden.

4. Nur eine Währung innerhalb der Eurozone

In 19 EU-Staaten zahlt man mit dem Euro. Somit fallen Umtauschgebühren und Wechselkursrisiken bei Transaktionen im Euroraum weg.

5. Ein starker Global Player

Als größter Wirtschaftsraum der Welt hat die EU auf globaler Ebene mehr Gewicht – etwa in internationalen Organisationen, bei der Verhandlung von Handelsabkommen, bei der Einigung auf Standards etc.

6. Planungssicherheit durch angeglichene Rechtsrahmen

Wer in einem anderen EU-Land wirtschaftlich tätig ist, muss wegen des gemeinsamen EU-Rechts weniger Anpassungen vornehmen. Das bedeutet auch geringeren Verwaltungsaufwand und bietet besseren Schutz, etwa durch europaweite Patente.

7. Förderung von Wachstum in schwächeren Regionen

Mit Mitteln aus speziellen EU-Fonds werden Standortnachteile von strukturschwächeren Regionen ausgeglichen – auch in Deutschland. Das verbessert die Infrastruktur für die Wirtschaft vor Ort.

8. Nachbarschaftspolitik – stabile Märkte jenseits der EU-Grenze

Die EU trägt zur Stabilisierung und wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Nachbarn bei und erleichtert Wirtschaftsbeziehungen durch die Verbreitung ihrer Regeln und Standards.

9. Innovationsvorsprung durch Forschungsförderung

Mit Programmen wie Horizon 2020 fördert die EU grenzüberschreitende Spitzenforschung und unterstützt so innovative Unternehmen.

10. Mehr als 60 Jahre Frieden und Stabilität

Nicht nur ein Wirtschaftsfaktor: Seit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft im Jahr 1957 ringen die beteiligten Staaten manchmal um schwierige Kompromisse. Auch das beschert Europa die bislang längste Friedensperiode seiner Geschichte und damit politische Stabilität für unternehmerisches Handeln.

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